Ist Mineralwasser das bessere Leitungswasser?

Hallo…

dir ist in den letzten Folgen dieses Kurses klar geworden, dass dich Leitungswasser (mit Ausnahme weniger, mit gutem Wasser versorgte Städte) auf Dauer und in den Mengen, die wir täglich trinken sollten, sogar krank machen kann. Also doch viel Geld ausgeben und mit Mineralwasser-Kisten abschleppen? Natürlich nicht, wirst du jetzt sagen, weil wir ja schon öfter darüber gesprochen haben, dass gesundes Wasser rein sein muss, also gar keine Mineralien enthalten soll. Ich verrate dir heute etwas: Es gibt noch einen viel triftigeren Grund, warum du mit Mineralwasser sehr vorsichtig umgehen solltest. Und der wird dich richtig umhauen…

Davor möchte ich aber noch ein paar Begriffe mit dir abstimmen, damit wir beide sicher sein können, auch immer von derselben Sache zu sprechen:

Leitungswasser

Da kennst du dich mittlerweile ja schon gut aus. Kurz zusammengefasst: Leitungswasser muss der Trinkwasserverordnung entsprechen. Diese gilt bei uns als eine der strengsten der Welt, was aber relativ zu sehen ist. Die Grenzwerte sind teils sehr bedenklich angesetzt. Von einem Genuss als ständiges Trinkwasser ist abzuraten.

Mineralwasser

Mineralwasser stammt aus natürlichen oder – viel häufiger – aus künstlich erschlossenen Quellen (Tiefenbohrungen – siehe auch Teil 15: Wie kommt das Wasser in der Natur vor). Es wird direkt vor Ort in Flaschen abgefüllt. Etwaige Behandlungsverfahren sind gesetzlich exakt geregelt. So darf Mineralwasser Schwefel und Eisen entzogen, sowie Kohlensäure zugesetzt werden, was auf dem Etikett ersichtlich sein muss (z. B. „mit Kohlensäure versetzt“ oder „entschwefelt“). Verschiedene Mineralwasser-Sorten können sich je nach Herkunftsort im Geschmack stark unterscheiden, weil die Zusammensetzung und Konzentration der enthaltenen Mineralien, aber auch der Kohlensäure variiert. Beispiele:

  • Chlorid-Wasser: ist durch unterirdische Salzvorkommen geflossen und oft reich an Natrium.
  • Sulfat-Wasser: entsteht in besonders gipshaltigen Böden und schmeckt süßlich bis leicht bitter.
  • Hydrogencarbonat-Wasser: wird aus kalkhaltigen Gesteinsschichten gewonnen und schmeckt eher neutral.

Quellwasser

Die Bezeichnung alleine – Quellwasser – klingt doch wohl verlockend, oder was meinst du? Dabei ist Quellwasser lediglich Mineralwasser, das KEINER amtlichen Anerkennung bedarf. Die Bestimmungen zur Mikrobiologie, zu Behandlungsverfahren und zur Abfüllung entsprechen jenen wie bei Mineralwasser. Eine ursprüngliche Reinheit muss hingegen NICHT nachgewiesen werden.

Tafelwasser

Auch Tafelwasser darf ohne amtliche Anerkennung als Lebensmittel vertrieben werden. „Tafel“ suggeriert dabei eine Qualität, die nicht vorhanden ist. Vielmehr ist Tafelwasser häufig eine wilde, künstlich hergestellte Mischung, die alles Mögliche enthalten kann: Mineralwasser, Trinkwasser, Meerwasser, Natursole, … Es darf mit Kochsalz, Kohlensäure oder Kalziumcarbonat versetzt sein. Für diese Mischungsverhältnisse gibt es keine gesetzlichen Vorschriften. Übrigens: Wenn du in einem Restaurant ‚Wasser‘ bestellst und dieses offen in einem Glas serviert bekommst, handelt es sich um Trink- oder Tafelwasser. Mineralwasser musst du immer in einer Flasche bekommen.

Sodawasser

Dabei handelt es sich um Tafelwasser, das mindestens 570 mg Natriumhydrogencarbonat pro Liter und Kohlensäure enthält.

Heilwasser

Während Quell-, Tafel- und Mineralwasser als Lebensmittel gelten, handelt es sich bei Heilwasser um ein Arzneimittel, das dem Arzneimittelgesetz unterliegt. Es muss nachgewiesene heilende, krankheitslindernde oder –vorbeugende Eigenschaften besitzen. In Deutschland werden Heilwässer aus rund 50 verschiedenen Heilbrunnen gewonnen. Ihre Zusammensetzung kann oft erheblich differieren, weshalb auch jedes Heilwasser bei unterschiedlichen Erkrankungen empfohlen wird (Harnwegsinfekte, Fettstoffwechsel-Störungen, Reizmagen, …). Heilwässer sind nicht verschreibungspflichtig und werden auch (von Ausnahmen abgesehen) für den täglichen Gebrauch angepriesen. Allerdings: würdest du freiwillig ein Medikament regelmäßig einnehmen, weil man ja nie wissen kann, ob man vielleicht irgendwann an einem bestimmten Leiden erkrankt?

Mineralwasser – gibt es gute und schlechte Inhaltsstoffe?

Zuerst löse dich von guten und schlechten Inhaltsstoffen. Natrium ist dafür ein gutes Beispiel. Natrium ist Salz und hat einen furchtbar schlechten Ruf. Wenn Du aber wenig Salz zu dir nimmst, viel Sport treibst oder vielleicht unter einem niedrigen Blutdruck leidest, brauchst du Natrium. Wie überall gilt aber auch: „Die Menge macht das Gift“. Es ist also sinnvoll, wenn Du dich auch damit etwas befasst. Wenn Du z. B. Mineralwasser für die Zubereitung von Säuglingsnahrung oder auch für kleinere Kinder brauchst, solltest Du unbedingt auf natriumarmes Wasser achten. Für Säuglinge sind die Grenzwerte besonders streng. Deshalb findest du einen entsprechenden Zusatz auf den Etiketten (Für Säuglingsnahrung geeignet). In diesem Fall darfst Du es verwenden.

Das findest Du im Mineralwasser

Mineralwasser enthält natürlich auch Mineralien.
Von einem hohen Gehalt ist ab 1500 mg/L (Milligramm pro Liter) gesamt die Rede.
Liegt der Gehalt bei unter 500 mg/L, ist von einem geringen Mineralgehalt die Rede.
Solltest du feststellen, dass weniger 50 mg/L Mineralstoffe enthalten sind, ist der Gehalt sogar sehr gering.

Doch es gibt noch weitere Angaben. Grundsätzlich gibt es Mindest- und zulässige Höchstmengen. Nicht alles, was auf dem Etikett steht, muss aber auch enthalten sein.

Der Gesetzgeber sieht vor, dass z. B. der Hinweis
• Chloridhaltig erst ab einem Gehalt von 200 mg/L nötig ist.
• Fluoridhaltig bedeutet, dass das Mineralwasser mehr als 1 mg/L Fluorid enthält.
• Kalziumhaltig erst ab einem Kalziumgehalt von 150 mg/L nötig ist
• Bikarbonathaltig erst ab einem Hydrogenkarbonat¬gehalt von 600 mg/L nötig ist
• Magnesiumhaltig erst ab einem Magnesiumgehalt von über 50 mg/L beträgt.
• Natriumhaltig ist es dann, wenn der Natriumgehalt 200 mg/L übersteigt.
• Um den Zusatz natriumarm zu tragen, muss der Natriumgehalt unter 20 mg/L sein.
• Sulfathaltig ist Mineralwasser dann, wenn es mehr als 200 mg/L beinhaltet.
• Lediglich bei dem bereits erwähnten für die Säuglingsnahrung zugelassenen Mineralwasser, werden die Werte sehr viel strenger ausgelegt.

Die Hersteller müssen dafür Sorge tragen, dass die angegebenen Angaben auch zutreffen. Daher werden in regelmäßigen Abständen Proben entnommen.

Der Mineralwasser-Skandal

Jetzt rede ich nicht mehr drum herum. Obwohl ich fast vom Sessel geflogen wäre, als ich bei meinen Recherchen auf diese – ich muss schon sagen: skandalösen – Fakten stieß: Schon die Regelungen der Trinkwasserverordnung für unser Leitungswasser bieten uns keine Sicherheit und keine Gewähr für gesundes Trinkwasser. Zu wenige Inhaltsstoffe werden überhaupt geprüft, und für diese werden die Grenzwerte sehr nachlässig und inkonsequent festgesetzt. Aber der Oberhammer ist:

Je nach Untersuchung wären 50 – 90 % der im Supermarkt erhältlichen Mineralwasser-Sorten nicht mal nach der Trinkwasserverordnung zulässig! Mineralwasser unterliegt nämlich einer eigenen Mineralwasserverordnung. Und diese weicht die Trinkwasserverordnung noch zusätzlich auf. Erstens wird Mineralwasser in wesentlich geringerem Umfang kontrolliert (beispielsweise sind Untersuchungen auf Pestizide und Nitrat gar nicht vorgeschrieben), und zweitens gelten teilweise wesentlich höhere Grenzwerte als bei Leitungswasser.

Laut WHO und Greenpeace kann man bis zu 50.000 chemische Verbindungen im Wasser feststellen. 3.000 davon hat man bereits nachgewiesen. Die EU empfiehlt, mindestens 200 Stoffe ständig zu testen. Die Trinkwasserverordnung schreibt vor, 43 dieser Stoffe zu prüfen. Und die Mineralwasserverordnung? Sie beschreibt lediglich 15 Stoffe, die untersucht werden müssen. Und das nur bis 12 Stunden nach der Abfüllung in Flaschen. Danach wird nichts mehr getestet. Jetzt frage ich dich: Was geschieht bei Sonneneinstrahlung und langen Lagerzeiten mit eventuellen Keimen und Bakterien, insbesondere in Plastikflaschen…?

Grenzwerte für Mineralwasser: hier gelten andere Regeln…

Während Trinkwasser zum Beispiel maximal 10 µg/l Blei und Arsen enthalten darf, sind bei Mineralwasser sogar 50 µg/l Arsen und 40 µg/l Blei zulässig. Rund 13 % der Mineralwasser-Marken enthalten kritische Mengen Uran. Radioaktives Mineralwasser, also! Was soll man dazu noch sagen? Du fragst dich, warum man solche Belastungen überhaupt erlaubt? Ganz einfach: Weil Mineralwasser zu einem immer einträglicheren Handelsgut wird. Und der Markt bestimmt die Regeln…

Andererseits sind du und ich die Marktteilnehmer, die durch ihren Konsum die Macht haben zu bestimmen, was sie wollen und was nicht. Also lade ich dich ein – nein, mehr noch: ich lege es dir ans Herz -, auf Mineralwasser zu verzichten und dir dein eigenes, gesundes Trinkwasser selbst zuzubereiten. Welche Möglichkeiten du dazu hast, erzähle ich dir in den nächsten Folgen dieses Kurses. Beim nächsten Mal erkläre ich dir zuerst noch, was du bei deinem bisherigen Trinkwasser alles prüfen kannst, damit dir niemand mehr ein X für ein U vormachen kann.

Braucht Mineralwasser überhaupt Mineralien?

Es gibt noch immer zahlreiche Mediziner, Ernährungsberater und selbst ernannte Wasser-Experten, die Wasser die Funktion eines Lebensmittels zuschreiben. Demnach sollte dein Trinkwasser (idealerweise Mineralwasser) dich mit lebensnotwendigen Mineralien versorgen. Trinkst du davon nicht genug, läufst du Gefahr, mit der Zeit unter einem Mineralienmangel zu leiden.

Demgegenüber stehen Erfahrungsberichte von Naturvölkern, insbesondere in Hochgebirgsregionen oder regenreichen Gebieten, die ausschließlich weiches, vollkommen reines Gletscher- oder Regenwasser trinken. Ich war total erstaunt, als ich das erste Mal von den pakistanischen Hunza und den kolumbianischen Kogi hörte. Diese Menschen trinken seit Jahrhunderten nur solches Wasser – und gehören zugleich zu den gesündesten und langlebigsten Volksgruppen der Welt!

Schau mal im Internet nach: du findest dort zahlreiche Geschichten von Menschen, die Selbstexperimente mit reinem Wasser durchführten. So zum Beispiel die des Naturarztes Dr. Norman Walker, der allen Unkenrufen seiner Kollegen zum Trotz bis an sein Lebensende ausschließlich mineralfreies Wasser trank. Und er behielt Recht. Walker überlebte zum Teil sogar die Enkel seiner Kritiker und schlief mit 99 Jahren friedlich ein.

Sogar die WHO, die Weltgesundheitsorganisation, weist in ihren „Guidelines for Drinking Water Quality“ darauf hin, dass einerseits für positive Effekte von Mineralwasser keine überzeugenden wissenschaftlichen Beweise vorlägen, und andererseits Trinken von mineralfreiem Wasser in keinster Weise ungünstige Auswirkungen auf die Gesundheit habe.

Mineralwasser? – 3 gute Gründe für reines Wasser

Ich gebe dir nun drei Argumente, anhand derer du dir selbst eine Meinung bilden kannst:

  1. kommt es nicht darauf an, was du zu dir nimmst und in welcher Menge du das tust. Entscheidend ist einzig und allein, ob dein Körper damit etwas anfangen kann. Mineralwasser enthält Mineralien wie Kalzium oder Magnesium in Form von Salzen. Neueste Erkenntnisse weisen darauf hin, dass der Körper diese anorganischen Salze (z. B. Kalziumsulfat oder Kalziumcarbonat) nur schwer verwerten kann. Hast du schon von dem Begriff ‚Bioverfügbarkeit‘ gehört? Wenn du dir beispielsweise 1 Gramm Vitamin C (in welcher Form auch immer) zuführst und dein Körper davon ein halbes Gramm aufnehmen kann, hätten wir eine Bioverfügbarkeit von 50 %. Im Wasser gelöste Mineralien haben eine Bioverfügbarkeit von nur 5 bis 10 %. Das bedeutet, dass 90 bis 95 % der Mineralien im Wasser deinen Körper durchfließen und wieder ausgeschwemmt werden, ohne dass du etwas davon hast!.
  2. ergibt sich aus dieser minimalen Bioverfügbarkeit, dass du täglich über 20 Liter Mineralwasser oder bis zu 38 Liter Leitungswasser trinken müsstest, damit du deinen Tagesbedarf decken kannst. Wie kommst du nun zu den lebenswichtigen Mineralien? Ich habe diesbezüglich mit einigen Ernährungsexperten gesprochen und mich in einschlägige Studien eingelesen. Es ist so, dass dein Körper Mineralien am besten in Form von Chelat-Verbindungen aufnimmt. Dabei handelt es sich um Mineralien, die an organische Stoffe wie etwa Aminosäuren (Bausteine von Eiweiß) gebunden sind. So kompliziert das jetzt klingt, so einfach und praktisch ist die Lösung: setz frisches Obst und Gemüse auf deinen täglichen Speiseplan – damit bist du bestens versorgt! Außerdem bestehen beispielsweise Melonen, Weintrauben, Ananas, Tomaten oder Gurken aus bis zu 95 % Wasser. Sie helfen dir also gleichzeitig, deinen täglichen Flüssigkeitsbedarf zu decken.
  3. habe ich dir ja vorhin erzählt, dass viele immer noch glauben, Wasser sei ein Lebensmittel und habe daher eine Versorgungsfunktion. So hitzig noch manche Diskussion um die Mineralien-Frage ist, so einig sind sich alle, dass Wasser vorrangig eine Transportfunktion in unserem Organismus hat. Du erinnerst dich sicher noch, was ich dir letztes Mal erzählt habe: Wasser löst Nährstoffe und bringt sie zu den Körperzellen, wo es wiederum Schadstoffe und Schlacken aufnimmt und aus dem Körper hinaustransportiert. Und das finde ich doch äußerst seltsam. Überleg doch mal: Den Nährstoff-Transport und die Abfall-Entsorgung zweifelt niemand an, das unterschreibt jeder Mediziner. Wie aber soll Wasser Nährstoffe am Hinweg zu den Zellen bzw. Gifte am Rückweg aufnehmen, wenn es bereits mit Mineralien voll beladen ist, die es im Körper nicht abladen kann, weil die Bioverfügbarkeit zu gering ist?

5,2 Milliarden Gründe für Mineralwasser…

PS: Kennst du das Sprichwort „Liebe ist das Einzige, das sich vermehrt, wenn man es teilt.“? Für die positiven gesundheitlichen Effekte, die jeder mit diesem Kurs erleben kann, gilt dasselbe 😉 Ich habe so viel Recherchearbeit, Zeit, Mühe und Herzblut in diesen Kurs gesteckt, da würde es mich einfach unendlich freuen, wenn möglichst viele Menschen von diesem Wissen profitieren. Darum meine Bitte: empfiehl diesen kostenlosen „Gesund durch Wasser“-Kurs auch deinen Freunden, Bekannten und Kollegen. Vielen Dank für dein Teilen!

PPS: Du bist zufällig auf diesen Artikel gestoßen? Dann sei herzlich eingeladen, dich gleich hier unten einzutragen, um die ganze Serie zu lesen und von allen Tipps zu profitieren:

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