Sauberes Trinkwasser ist keine Selbstverständlichkeit. Für viele Menschen ist dieser Luxus ein Traum, den sie sich nicht so leicht erfüllen können. Die Folge sind Krankheiten durch die Verunreinigungen. Große Filter sind in vielen Ländern kaum zu realisieren. Nun hat sich ein Student dieser Herausforderung angenommen und einen Outdoor Wasserfilter entwickelt, der in der Lage ist, schnell und vor allem preiswert Wasser zu filtern. Ziel ist es, diesen Outdoor Filter schon bald in Ländern zur Verfügung zu stellen, in denen die Verunreinigungen die Gesundheit gefährden.

Forschung für Outdoor Wasserfilter dauerte ein Jahr

Jeremy Nussbauer, Maschinenbaustudent, benötigte ein Jahr, um zusammen mit einer Forschungsgruppe den Prototypen zu entwickeln, der einfach auf eine Plastikflasche geschraubt werden kann. Getrunken wird dann einfach durch den Outdoor Wasserfilter. Dabei wiegt der Filter nur etwa 100 g und überzeugt durch hohen Fließdruck. Das Wasser wird durch ein dreistufiges System gefiltert. Der Prozess beginnt mit einem Vorfilter, der grobe Verschmutzungen zurückhält. Dann folgt ein Filter aus Aktivkohle, die nicht nur Gerüche herausfiltert, sondern auch chemische Substanzen auffängt. Schließlich folgt eine patentierte Polymermembran, die Bakterien auffängt. Die Ergebnisse zeigen, dass der Outdoor Wasserfilter zuverlässig arbeitet.

Sicherer Outdoor Filter für alle, die viel unterwegs sind

Natürlich ist der Outdoor Wasserfilter nicht nur für Menschen in Entwicklungsländern eine große Chance. Auch Aktiv- und Extremsportler werden sich dafür begeistern können, denn mit diesem Filter ist es möglich, unterwegs auch aus fremden Gewässern zu trinken, ohne sich Sorgen um mögliche Verunreinigungen machen zu müssen, die sonst für ernste gesundheitliche Schäden sorgen könnten. Noch ist der Filter aber nicht im freien Handel erhältlich. Die Forscher hoffen, dass sie aufgrund der positiven Ergebnisse die ersten Filter Anfang 2015 anbieten können. Bis dahin bemühen sich die Beteiligten über Crowd Funding, die nötigen Gelder einzuholen. Deshalb haben sie den Outdoor Wasserfilter mit dem Namen drink pure auf der Plattform Indiegogo vorgestellt. Wer sich beteiligen möchte, kann sich auf kleine Gegenleistungen freuen. Ab einer bestimmten Summe bekommt der Spender sogar einen Outdoor Wasserfilter zugeschickt.

Einen Schritt weiter gedacht

Im Rahmen der verstärkten Berichterstattung über verunreinigtes Leitungswasser ist der Outdoor Wasserfilter aber auch für gesundheitsbewusste Menschen interessant, die ihr Leitungswasser filtern wollen. Es genügt, das Wasser in eine Flasche zu füllen und den Filter aufzusetzen. Dass hierzulande Keime entfernt werden müssen, ist unwahrscheinlich. Dafür gibt es eine Reihe von anderen Substanzen, deren Vorkommen im Leitungswasser mittlerweile nachgewiesen werden konnten. Dazu gehören Rückstände aus der Kosmetikindustrie, Abbauprodukte von Medikamenten, die z.B. über Abwasser entsorgt wurden, wie auch Rückstände, die naturgemäß über den Harn den Körper verlassen und so ins Wasser gelangen, aber nicht vollständig herausgefiltert werden können. Ein weiterer Kritikpunkt sind Kunststofffasern, die von Funktionswäsche beim normalen Waschvorgang abgespült werden und so ebenfalls ins Wasser gelangen. All diese Substanzen gelten nach dem derzeitigen Stand der Dinge als nicht vollständig herausfilterbar. Erst müssten die Filteranlagen in den Kläranlagen umgerüstet werden. Ein Outdoor Wasserfilter könnte die Belastung für die Gesundheit also auch hier reduzieren. Übrigens gelang der Nachweis der Rückstände auch in Mineralwasser, sodass sich die Anwendung des Filters auch hier empfiehlt.

+++Jeder 2. erkrankt heute an Rückenschmerzen aufgrund von Wassermangel+++

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