Auch wenn es sich nur um kleine Beträge handelt, so fragen sich viele Verbraucher doch, ob es günstiger ist, Wasser im Wasserkocher auf dem Herd oder im Wasserkocher zu erhitzen. Schließlich summieren sich selbst kleine Beträge im Lauf von mehreren Monaten zu stattlichen Beträgen, mit denen sich die Haushaltskasse spürbar entlasten oder ein kleiner Extrawunsch finanzieren lässt. Allerdings ist ein direkter Vergleich nicht möglich. Entscheidend für den Energieaufwand ist nämlich vor allem, welche Kochfelder der Herd besitzt. Diese Frage ist entscheidend dafür, wie hoch der Energieverlust ist, der beim Erwärmen des Wassers auf der Herdplatte entsteht.

Den richtigen Wasserkocher finden

Um einen Vergleich anstellen zu können, muss zunächst einmal der passende Wasserkocher gefunden werden. Dies ist beispielsweise möglich, wenn der Verbraucher einen Testbericht zu Rate zieht, in dem verschiedene Modelle miteinander verglichen werden. Denn es macht sehr wohl einen Unterschied, ob im Singlehaushalt lediglich einmal täglich heißes Wasser für den morgendlichen Tee benötigt wird oder ob eine größere Familie während des Tages häufiger heißes Wasser braucht. Wasserkocher, aber auch die Töpfe zum Erwärmen, sollten dem tatsächlichen Bedarf entsprechend ausgewählt werden, um nicht unnötig Energie zu verschwenden.

Wofür wird das Wasser benötigt?

Zwar lässt sich das Wasser im Wasserkocher in den meisten Fällen günstiger zum Kochen bringen als auf dem Herd. Allerdings gilt das nur, wenn das heiße Wasser für Heißgetränke oder Ähnliches verwendet wird. Wer das Wasser zunächst im Wasserkocher zum Kochen bringt und dies anschließend in einen Topf umfüllt, um Nudeln, Reis oder Kartoffeln zu kochen, spart hingegen keine Energie.

Auch dass es günstiger ist, Wasser aus dem Warmwasserhahn zu nutzen, wenn es zum Kochen gebracht werden soll, ist ein weit verbreiteter Irrtum. Warmes Wasser zu nutzen, macht von der Energiebilanz her zwar meist keinen Unterschied, ist jedoch teurer, wenn das Wasser elektrisch erwärmt wird oder ein Vorlauf von mehr als einem Liter Wasser erfolgt, bevor es erwärmt ist.

Am effizientesten: Der Gasherd

Die geringsten Energiekosten, um einen Liter Wasser zum Kochen zu bringen, entstehen bei einem Gasherd, obwohl durch die offene Flamme ein Energieverlust von etwa 40 Prozent entsteht. Allerdings sollten keine Edelstahltöpfe verwendet werden, diese sind für den Einsatz auf dem Gasherd eher ungeeignet.

Der Wasserkocher

Zwar heizt der klassische Wasserkocher das Wasser mit relativ teurem Strom auf, dafür bieten selbst preisgünstige Geräte Vorteile, mit denen sich unnötiger Energieverschwendung vorbeugen lässt. So wird durch die integrierte Heizspirale im Wasserkocher das Wasser direkt erhitzt, sodass keine Streuverluste entstehen können. Nahezu alle Geräte sind außerdem mit einer automatischen Abschaltfunktion ausgestattet, welche die Stromzufuhr unterbricht, sobald das Wasser den Siedepunkt erreicht hat.

Der Ceranherd

Herde mit einem Ceranfeld gelten als wesentlich wirtschaftlicher als konventionelle Kochplatten aus Gusseisen. Der Grund: Das Ceran wird nur auf der Fläche heiß, die tatsächlich zum Kochen benutzt wird. Dadurch hält sich der Wärmeverlust stark in Grenzen. Allerdings muss der Besitzer des Herdes darauf achten, dass der Inhalt des Topfes nicht überkocht. Diese Flüssigkeiten können sich in die Kochfelder einbrennen und dadurch die Funktionsfähigkeit des Herdes nachhaltig beeinträchtigen.

Klassische Kochplatten

Die klassischen Kochplatten aus Gusseisen verfügen über eine vergleichsweise große Speicherkapazität. Das bedeutet in erster Linie, dass sie sehr lange nachheizen, also Gerichte und Flüssigkeiten auch für einen längeren Zeitraum nach dem Aufkochen noch warmhalten können. Allerdings ist auch ein vergleichsweise großer Energieaufwand erforderlich, bis sie so weit erwärmt sind, dass klassische Kochplatten den Inhalt eines Topfes zum Kochen bringen können. Wird das Wasser schnell verbraucht, sind klassische Kochplatten also eher ineffizient.

Tauchsieder

Soll nur eine Tasse Wasser erwärmt werden, sind Tauchsieder die effizienteste Möglichkeit, um Wasser zum Kochen zu bringen. Der Besitzer sollte allerdings darauf achten, ob sein Gerät mit einem Schutzleiter ausgestattet ist. Tauchsieder haben außerdem den Nachteil, dass sie meist über keine automatische Abschaltfunktion verfügen.

Kochendwassergeräte

Boiler gelten als energiesparende Alternative zu Herdplatten und Ceranfeldern, sie sind in den vergangenen Jahren aber etwas aus der Mode gekommen – auch weil sie wertvollen Platz in der Küche wegnehmen. Während Untertischboiler meist für die Warmwasserversorgung an einem Waschbecken verwendet werden, nutzen Verbraucher sogenannte Übertischboiler, wenn sie heißes Wasser für Getränke benötigen.

Induktionsherd

Zwar bietet der Induktionsherd die beste Energieausbeute, jedoch sind diese Herde in der Anschaffung so teuer, dass die Energieeinsparung keinen nennenswerten Vorteil bringt. Bei Induktionsherden wird die Wärme im Boden des Topfes von magnetischen Wechselfeldern erzeugt. Die Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Pfannen und Töpfe aus einem Material bestehen müssen, das sich magnetisieren lässt. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass der Benutzer, der sich beim Erwärmen in der Nähe der Kochplatten aufhält, einem relativ hohen Magnetfeld ausgesetzt ist.

Fazit: In den meisten Fällen ist das Erwärmen von Wasser im Wasserkocher die deutlich günstigere und auch schnellere Alternative. Im Grunde braucht der Verbraucher also nur den Verbrauch in Wattstunden und die Zeit, die er zum Aufkochen des Wassers benötigt, zu vergleichen, um für seinen individuellen Fall die günstigste Alternative herauszufinden.

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