Trinkwasser – Begriffe und Zusammensetzung

Der Begriff Trinkwasser impliziert, dass es sich um eine trinkbare Flüssigkeit handelt. Faktisch betrachtet unterliegt Trinkwasser strengen Kontrollvorschriften. Zunächst sollte man einige Aspekte rund um das Trinkwasser betrachten.
Laut Statistik erhalten 98 Prozent der Bundesbürger ihr Trinkwasser über die allgemeine Wasserversorgung. Ein großer Teil dieses Trinkwassers wird bei der täglichen Körperhygiene, in den Toilettenspülungen bzw. beim Putzen und Waschen verbraucht.
Global betrachtet setzen sich die Trinkwasservorräte aus 70% Grundwasser, 10% Quellwasser sowie 20% Oberflächenwasser zusammen. Dabei bezeichnet man unterirdische Gewässer als Grundwasser. Das können stehende oder fließende Gewässer sein, die sich in Gesteinen oder im Boden befinden. Grundwasser bildet sich beispielsweise, wenn Niederschläge versickern. Häufig ist es als Trinkwasser gut geeignet, zumindest, wenn es naturbelassen und frei von Schadstoffen ist. Informationen hierzu findet man auch unter Wikipedia. Oberflächenwasser kann ebenfalls für die Gewinnung von Trinkwasser genutzt werden. Dabei handelt es sich um künstlich angelegte oder natürliche Gewässer, wie Talsperren, Flüsse oder Seen. Wasser, das von befestigten Flächen abfließt, wird ebenso als Oberflächenwasser bezeichnet, sofern keine Kanalisation vorhanden ist. Quellwasser wird durch unterschiedliche Gesteinsschichten nach oben befördert und durchläuft so eine Art Filter, wobei es zugleich Minerale und Spurenelemente aufnimmt.

Zur Qualität des Trinkwassers

Die Trinkwasserverordnung legt die Qualitätsstandards des Trinkwassers in Deutschland fest. Darin heißt es: Wer Trinkwasser auf eine Art und Weise herstellt, gewinnt oder zubereitet, dass es sich schädlich auf die Gesundheit eines Menschen auswirkt, muss mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. Die Überwachung der Trinkwasserqualität erfolgt auch durch das Umweltbundesamt. Dort wird versichert, dass die Proben in der Regel gut ausfallen.

Überwachungsmechanismen und Grenzwerte

Ausführlicher geht unter anderem das wasser-lexikon.de auf die Trinkwasserverordnung ein. Diese regelt nach der DIN 2000 „Leitsätze für die zentrale Trinkwasserversorgung“ und der DIN 2001 „Leitsätze für die Einzel-Trinkwasserversorgung“ wie das Trinkwasser in Deutschland beschaffen sein muss. Dabei gibt es Unterschiede, ob das Wasser zum Trinken und Kochen verwendet werden soll oder ob es im Lebensmittelbetrieb eingesetzt wird. Es muss frei von Krankheitserregern sein, wobei hier zusätzlich das Infektionsschutzgesetz Einfluss nimmt. Für chemische Stoffe gibt es Grenzbereiche, die nicht überschritten werden dürfen. Die Werte werden regelmäßig überprüft. Die DIN 2000 definiert die Eigenschaften des Trinkwassers. Demnach darf Wasser nicht gesundheitsschädigend sein, muss appetitlich sowie keimarm sein, es soll geruchlos und farblos sein und einen einwandfreien Geschmack haben. Es sind noch weitere Eigenschaften aufgelistet. Das ist sicher wichtig. Dennoch hört sich das teilweise vage und bürokratisch an. Und wie kommt es dann dennoch zu Qualitätsproblemen?

Rohrleitungen als Schadstoffquelle?

Die Kontrollpflicht hat ihre Grenzen am Hausanschluss. Verantwortlich ist ab hier der Vermieter bzw. der Wohnungseigentümer. Leider liegt vor allem in alten Häusern oft noch altes Rohrmaterial. Gerade Bleirohre sollten dringend entfernt werden. Blei gilt als besonders gesundheitsschädlich. Eine zu hohe Schwermetallkonzentration kann sich generell nachteilig auf die Gesundheit auswirken. Das gilt auch für Kupfer, Zink, Blei oder Kadmium. Armaturen, Heißwasser-Boiler oder Wasserkocher gelten diesbezüglich übrigens ebenfalls als Schadstoffquelle. Empfehlung ist daher, das sogenannte „Stagnationswasser“ zunächst ablaufen zu lassen, um dann das frische Wasser zu nutzen.

Medikamente im Trinkwasser?

Ein unterschätztes Problem sind Medikamentenrückstände im Trinkwasser. Die täglich von vielen Bundesbürgern konsumierten Medikamente müssen natürlich (in weniger konzentrierter Form) auch wieder ausgeschieden werden. Dadurch gelangen diese Stoffe in das Abwasser. Einen kompletten Abbau dieser Stoffe kann das Klärwerk meistens nicht leisten. So gelangt ein Teil in das Grundwasser und wird irgendwann wieder über das Trinkwasser aufgenommen. Das zeigen zumindest sporadische Untersuchungen. Denn systemische Tests und Grenzwerte für diese Stoffe, die gesetzlich vorgeschrieben sind, gibt es leider bislang nicht. Das ist ein Problem, das wahrscheinlich in Zukunft noch an Bedeutung zunehmen wird. Durch den demografischen Wandel wird zudem ein steigender Medikamentenkonsum erwartet. Hinzu kommt der von vielen Experten als bedenklich eingestufte Einsatz von Antibiotika in der Massentierhaltung.

Besser auf Mineralwasser umsteigen?

Ist das viel gepriesene Trinkwasser aus der Leitung also gar nicht so gesund? Sollte man Mineralwasser bevorzugen? Mineralwasser wird laut Lebensmittellexikon aus einer Quelle gewonnen. Es enthält wertvolle Mineralstoffe, Spurenelemente sowie Grundwasser und Niederschlagswasser. Im Grunde gleicht es dem Trinkwasser, oder? Doch man liest häufig, dass bei Mineralwasser gemogelt wird und teilweise kommt es sogar zu Skandalmeldungen im Zusammenhang mit Mineralwasser. Dann also doch Trinkwasser? Je nach Wohnort ist Geschmack sowie der Gehalt an Mineralstoffen sehr unterschiedlich. Wie bereits erwähnt werden Schadstoffe und Keime regelmäßig kontrolliert. Sind die Grenzwerte überschritten, muss das Wasserwerk sofort einschreiten und Maßnahmen ergreifen. Je näher man sich mit dem Thema Verordnungen und Wasser befasst, desto unsicherer kann man werden. Für Mineralwasser gibt es allerdings eine eigene Verordnung, die wesentlich geringeren Kontrollen unterliegt und in der höhere Grenzwerte als beim Trinkwasser zulässig sind. Vertrauen mag gut sein. Möglicherweise ist jedoch Eigeninitiative die bessere Variante.

Umweltgifte im Trinkwasser – ein Fazit

Nicht nur alte Rohrleitungen oder Medikamente im Trinkwasser machen Schlagzeilen. Auch die Landwirtschaft mit ihrer Massentierhaltung wird zunehmend zum Problem. Hier ist es nicht nur das Antibiotika. Düngemittel und das mit der Gülle verbundene Nitrat gelangen in das Grundwasser. Nitrat wird zu Nitrit umgewandelt und ist gefährlich für den Menschen. Uran ist bekannt für seine Radioaktivität und kommt nicht nur in Düngemitteln, sondern auch in Gesteinsschichten vor. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie bei myaqua.de. Eine Trinkwasserverordnung und Grenzwerte allein werden nicht dafür sorgen, dass das Trinkwasser seinen Namen zurecht trägt. Bürokratie verschleiert oft Gefahren, die verdeckt zum Problem anwachsen können. Treten diese dann zutage, wird die Bewältigung zur enormen Herausforderung.

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