vergiftetes Wasser
Vergiftetes Wasser – wo Terror uns am schlimmsten trifft
8. September 2017
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Wann lohnt sich eine Wasserenthärtungsanlage für das Einfamilienhaus?

Wasserenthärtungsanlage - Kalk im Wasser und am Wasserhahn

Im Wasserkocher bleiben unschöne Rückstände, der Geschirrspüler streikt plötzlich und die Wäsche wird unangenehm hart: Wenn zu viel Kalk im Leitungswasser ist, kann das unschöne Folgen im gesamten Haushalt haben. So mancher Eigenheimbesitzer denkt da an eine Wasserenthärtungsanlage für das Haus. Doch wann lohnt sich solch eine Anlage überhaupt?

Kalkhaltiges Wasser: Folgen für Bewohner und Haushalt

Das sogenannte „harte Wasser“ enthält gelöste Kalziumionen, die sich beim Verdunsten der Flüssigkeit oder ab Temperaturen um die 60 Grad Celsius als Kalkschichten ablagern. Weiße Ränder an tropfenden Wasserhähnen, weiße Flecken auf den Fliesen im Badezimmer sowie verstopfte Armaturen, Rohre und Heizungen sind nur einige Folgen von zu viel Kalk im Wasser. Die Rückstände schädigen vor allem elektrische Geräte, deren Laufzeit und Funktionen. Dazu gehören unter anderem Wasserkocher, Kaffeemaschinen, Bügeleisen, Geschirrspüler, Durchlauferhitzer, Waschmaschinen und viele mehr. Diese kurze Lebensdauer, der Elektrogeräte, kann die Haushaltskasse empfindlich schröpfen, wenn du beispielsweise die Waschmaschine schon wieder unplanmäßig ersetzen musst.

Eine Schädigung für die Gesundheit bei hartem Wasser kann nicht ausgeschlossen werden. Denn hartes Wasser beschert uns ein hartes Leben. Eine britische Studie bewies, dass kalkhaltiges Wasser in manchen Fällen die Hautbarriere schwächen und Neurodermitis auslösen kann. Ein Wasserenthärter wird vor allem Risikogruppen auch aus gesundheitlichen Gründen empfohlen.

Wasserenthärter: Es kommt auf den Härtegrad an!

Der Einsatz von Wasserenthärtungsanlagen ist jedoch nur ab einem hohen Härtegrad sinnvoll. Wasser im Härtebereich bis 7,3 °dH (Deutsche Grad) brauchen keine Anlage. Im Bereich zwischen 7,3 und 14 °dH ist es eine Ermessensfrage. Wo der Härtegrad jedoch 14 °dH übersteigt, sollte eine Wasserenthärtung eingesetzt werden.

Welche Wasserhärte in Ihrem Wasser vorhanden ist, kann telefonisch beim örtlichen Wasserversorger erfragt werden. Die meisten veröffentlichen diese Angaben auch im Internet. Ein Blick auf die Wasserabrechnung kann die Frage ebenso beantworten.

Welche Wasserenthärtungsanlage ist das richtige Modell?

Liegt Ihr Wasserhärtegrad im fraglichen Bereich, kann sich der Einbau einer Anlage lohnen. Die meisten Wasserenthärter basieren auf dem Ionenaustauschverfahren. In den Anlagen wird das Wasser in einen Behälter geleitet, der durch ein Substrat die Kalziumionen entnimmt. Bei der Auswahl der passenden Anlage sind zahlreiche verschiedene Modelle und Formen auf dem Markt erhältlich.

Achte dabei vor allem auf die Leistung der Wasserenthärtungsanlage. Diese berechnet sich nach Wasserverbrauch der Hausbewohner und des Härtegrades des Wassers. Der Durchschnittsverbrauch wird allgemein mit etwa 120 Litern pro Tag und Kopf angesetzt. Einen genaueren Wert können Sie jedoch auch selbst ermitteln: In einem Zeitraum von 10 Tagen sollte der Stand der Wasseruhr täglich zur gleichen Uhrzeit aufgeschrieben werden. Ratsam ist es, auf diesen ermittelten Wert noch einen Sicherheitsaufschlag von 20 bis 30 Prozent aufzuschlagen, um Verbrauchsspitzen mit einzukalkulieren.

Zur Auswahl stehen sowohl permanent installierte Wasserenthärtungsanlagen ebenso wie autonome Wasserenthärter. So mancher fürchtet bei permanent installierten Anlagen die Installation. Doch es gibt Anbieter wie beispielsweise alfiltra, die mit einem Sorglospaket für Enthärtungsanlagen sowohl Modelle für den kleinen Haushalt, aber auch große Anlage für das Einfamilienhaus mit Pool nicht nur anbieten, sondern auch installieren.

Kosten: Anschaffungspreise und laufende Kosten mit dem gesparten Geld verrechnen

Eine Wasserenthärtungsanlage kostet zunächst einmal. Die Preise für die Anschaffung sind unterschiedlich: Kleinere Geräte können schon ab 500 Euro erstanden werden, Markenprodukte haben Anschaffungspreise ab 800 Euro, größere Modelle sind nicht selten für 1000 Euro und mehr erhältlich. Bedenke auch die variablen Kosten: Salz, Strom und Wartung gehören hier unter anderem dazu. Zeitlich gesteuerte Wasserenthärtungsanlagen verbrauchen mehr Salz, Modelle, die den benötigten Strom mittels Wasserdruck generieren, vermeiden gesonderte Stromkosten.

Betrachte diese Kosten jedoch nicht einseitig, wenn es um die Entscheidung geht, ob eine Wasserenthärtungsanlage für das eigene Haus lohnenswert ist. Denn gerade bei besonders hartem Wasser kann solch eine Anschaffung auch in der Summe wieder Geld sparen: durch die längere Lebensdauer der Elektrogeräte, weniger Waschmittelverbrauch und zahlreichen weiteren Faktoren. Rechnen Sie vorher genau nach. Eine gesündere Haut, weichere Wäsche und weniger Kalkflecken auf den Fliesen sind es allemal wert.

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